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DIE GESCHICHTE

Allgemeine Information über Oslebshausen

 

 

Gesamtfläche:     389,6 ha

 

Einwohner:

 

männlich:     4.386

weiblich:      4.267

gesamt:       8.653

 

                                                            Quelle: www.geo.bremen.de, Stand: 2007

 

(Die angegebene Gesamtflache stimmt nicht exakt mit der tatsächlichen Fläche überein)

Oslebshausen. Eine lange Geschichte...

Der Ortsteil Oslebshausen gehört zusammen mit seinen benachbarten Ortsteilen Ohlenhof, Lindenhof, In den Wischen sowie (Alt-)Gröpelingen zum Stadtteil Gröpelingen und somit zum Stadtbezirk Bremen-West, zu dem wiederum auch die Stadtteile Walle, Findorff und Blockland zählen.

 

Als selbständige Gemeinde blickt Oslebshausen auf eine lange Geschichte zurück. Der Name des heutigen Oslebshausen taucht schon im Jahre 787 in den Urkunden auf, als Priester Willehad Bischof in Bremen wurde und einige Monate später eine blinde Frau aus "Ossleveshusen" heilte. Die Ortsbezeichnung änderte sich im Laufe der Jahrhunderte vom Ossleveshusen 1410 zum Osselckshusen 1580 und später zum Osshusen 1650.

 

Interessant ist die Geschichte der Namensentstehung des heutigen Gröpelinger Ortsteils. Die alte Bezeichnung Ossleveshusen lässt sich in drei Bestandteile gliedern. "Os" ist die Abkürzung eines Eigennamens. Vielleicht hieß der erste Bauer Oskar oder Oswald. "Hus" ist der alte Name für Haus, und als Ausdruck der Geborgenheit wurde dann "leves = liebes" zwischen die beiden Silben gesetzt: "Os-leves-hus". Als die weiteren Bauern hinzugekommen sind, wurde dieser Name des Hofes zur Dorfbezeichnung und erweiterte sich zu Ossleveshusen.

 

Vor allem das 19. sowie die ersten beiden Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts waren für den Ortsteil von entscheidender Bedeutung. Der Prozess der Umwandlung eines alten, stillen Dorfes zu einem Hafen- und Industriegebiet begann schon 1821 mit dem Bau einer Chaussee Bremen - Burg, der heutigen Heerstraße. Im Jahre 1862 wurde die Eisenbahnlinie Bremen - Geestemünde eröffnet, und Oslebshausen erhielt einen eigenen Haltepunkt, der am 15. Mai 1862 eingeweiht wurde. Von hier aus wurde der Verkehr von und nach Bremen in Betrieb genommen.

 

1823 erwarb der Arzt Dr. Eduard Hirschfeld ein bewaldetes Dünengebiet im Grenzbereich zwischen Gröpelingen und Oslebshausen und wandelte dieses zu einer herrschaftlichen Parkanlage um. Nach mehrfachem Besitzerwechsel - hier sind unter anderen die beiden bekannten Familien Olbers und Focke zu nennen - stiftete der Bremer Kaufmann Ludwig Schrage den Landsitz für genesende Frauen und Mädchen unter der Bezeichnung "Adelenstift" - seine verstorbene Ehefrau war die Namensgeberin. Später erhielt das Diakonissenhaus die Stiftung als Schenkung.

 

1866 kaufte der Bierbrauer C. H. Haake eine Fläche mit Wald und Teichen an der Chaussee und ließ dort eine Villa bauen. Als nächster Besitzer ersetzte der Bremer Kaufmann und Industrielle Wilhelm August Korff 1891 diese Villa durch einen Neubau, der als "Korff'sches Landhaus" oder auch "Villa Agathe" noch existiert und heute vom Förderzentrum "Oslebshauser Park" genutzt wird. Das gesamte Gelände wurde in der Inflationszeit unter dem Namen "Korff's Holz" vom Senat angekauft und unter Gartenbaudirektor Ahlers zu einer öffentlichen Grünanlage, dem Oslebshauser Park, umgestaltet.

 

Ein weiteres Beispiel für ein schnelles Wachsen Oslebshausens ist der Bau der Justizvollzugs-Anstalt. 1874 war die Strafanstalt, wie die JVA früher genannt wurde, nach 3jähriger Bauzeit fertig. Sie befand sich damals am Bremer Stadtrand auf einer großen Entfernung zu den Wohngebieten. Die damaligen Bremer Senatsmitglieder konnten jedoch nicht ahnen, dass die Bevölkerung durch die Industrialisierung der Gemeinde Oslebshausen in nur wenigen Jahren so stark wachsen wird. Waren es 1862 nur 272 Einwohner, so wurden daraus im Jahre 1921 2.512. Genau 50 Jahre nach der Grundsteinlegung der JVA wurde Oslebshausen am 19. März 1921 in die Freie Hansestadt Bremen eingemeindet.

 

Zu diesem Zeitpunkt hat der enorme Bedarf an Arbeitskräften in der Hafenindustrie sowie arbeitsplatznahem Wohnraum zu einer schnellen Bebauung der bisher überwiegend landwirtschaftlich genutzten Grundstücke geführt. Mehrstöckige Wohn- und Geschäftshäuser wurden gebaut. In Oslebshausen entstehen zwischen 1924 und 1939 die Wohnquartiere Randweg/Bauernweide sowie das Wohnviertel zwischen Togostraße und Stubbener Straße. Weitere Bauaktivitäten wurden am Alten Heerweg sowie im Umfeld der Oslebshauser Wurth eingesetzt.

 

Nach der Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs kamen in den 30er Jahren Arbeitslosigkeit und Armut in den Bremer Westen. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg gelang dem damaligen Senatspräsidenten und Bürgermeister Wilhelm Kaisen ein entscheidender Schritt zu neuer wirtschaftlicher Stärke. Ab 1951 wurde der Gröpelinger Werft "AG Weser" wieder Schiffbau erlaubt. 1955 erfolgte der Baubeginn eines neuen Hüttenwerkes durch Klöckner, heute AccelorMittal. Im gleichen Jahr erfolgten Grundsteinlegung und Richtfest des Kraftwerkes "Hafen".

 

Nach dem wirtschaftlichen Aufstieg erlebte Oslebshausen einen enormen Einwohnerzuwachs. Lebten 1939 rund 10.700 Menschen im Ortsteil, waren es 1960 schon 12.700. Aus diesem Grund erlebte der Wohnungsbau neue Impulse. Wohnhäuser, Krankenhäuser und Schulen wurden neu gebaut oder modernisiert. So wurden die Schulen "Oslebshauser Park" und "Oslebshauser Heerstraße" sowie die heutige Johann-Heinrich-Pestalozzi-Schule jeweils um einen Anbau erweitert. 1976 wurde das Bürgerhaus Oslebshausen eröffnet.

 

In den 70er Jahren setzte nach den Zeiten des Wiederaufbaus und des Wirtschaftswunders eine immer deutlicher werdende wirtschaftliche Rezession ein. Deren dramatischer Höhepunkt für den gesamten Bremer Westen wurde mit dem Niedergang der "AG Weser" 1983 erreicht. Die Schließung der Werft hat bis heute tiefe Spuren in den Strukturen aller Gröpelinger Ortsteile hinterlassen.

 

Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage strengt sich Oslebshausen an, wieder schöner und lebendiger zu werden. Nach langer Planungszeit wurden der Oslebshauser Bahnhof und sein Umfeld umgestaltet. Rund um den Bahnhof konnte 2007 ein Ortsteilzentrum, OslebsCity genannt, mit Einkaufsmöglichkeiten und Dienstleistungen eingeweiht werden. Auch der Oslebshauser Marktplatz hat ein neues Gesicht bekommen. Seit dem Frühjahr 2007 verbindet die Gröpelinger Sportmeile mit ihrem ca. 8 km langen Laufband die Gröpelinger Ortsteile Oslebshausen, Ohlenhof und (Alt-)Gröpelingen. Es lädt zu Bewegung sowie gesunder Lebensführung ein und gibt ein Abbild von der guten Netzwerkarbeit, die in diesem Westbremer Stadtteil herrscht.

 

Eduard Ertel

"Zu dieser Zeit -Redaktion der Nachbarschaftszeitung-" "Der Nachbar"

 

Quellen: www.bremen-grambke.de, www.crozz./folklore/geschichte.htm

Wohlers Eichen

Die Fakten

Laut Senatsbeschluss vom 17.09.1974 benannt nach der Familie Wohlers, die dort seit vielen Jahren ihren Familiensitz hatte.

 

                                     Quelle: www.strassenlexikon.de

 

Bauernhof von Familie Wohlers
Bauernhof von Familie Wohlers
Die Straße "Wohlers Eichen"
Die Straße "Wohlers Eichen"

Das Wohngebiet

Wohngebiet  Wohlers Eichen
Wohngebiet Wohlers Eichen

Das sich ständig vergrößernde Industriegebiet am Rande Oslebshausens sowie ein vermuteter Bedarf an arbeitsplatznahen Wohnungen für die Beschäftigten der "AG Weser" und der "Klöckner-Hütte" waren für die "Treuhand"-Wohnungsbaugesellschaft Anlass, ein neues Wohnquartier mit einem über 300 Meter langen achtstöckigen Riegelbau zu errichten. Dieser Gebäudekomplex wurde von den Architekten

Team 4, G. Mülle, W. Stadtlander, K.-A. Welp und F. Wolf konzipiert. Dieser sollte die Funktion einer bewohnten Lärmschutzwand übernehmen. Die Bauzeit betrug zwei Jahre: von 1971 bis 1973.

 

Obwohl die rund 250 Wohnungen in dem aus 16 Häusern zusammengesetzten schlangenförmigen Bauwerk gut ausgestattet und geräumig waren, blieb die Nachfrage geringer als erwartet. Wie bei anderen großen Wohnbauvorhaben der siebziger Jahre - in Bremen etwa das "Tenever-Viertel" im Ostbremer Stadtteil Osterholz oder die "Grohner Düne" im Nordbremer Stadtteil Vegesack - wurde von weiteren Bauabschnitten abgesehen. Vergleichbar mit den beiden anderen Bremer Großanlagen ist auch der rasante Abstieg vom Vorzeigeobjekt zum sozialen Problemgebiet.

 

Nachdem auf die ursprünglich am Fuße des Riegels geplanten siebenstöckigen Bauten verzichtet worden war, sollte 1979 ein städtebaulicher Wettbewerb Lösungen mit einer niedrigen Bebauung bringen. Die schließlich realisierte blockartige Bebauung demonstriert eine klare Differenzierung öffentlicher und privater Bereiche.

 

Quelle: www.architekturfuehrer-bremen.de

Was weiß ein ehemaliger Bewohner zu erzählen?

Ein Bewohner des Oslebshauser Wohngebietes "Wohlers Eichen", der im Zeitraum von 1983 bis 1993 dort wohnte, berichtet Folgendes:

 

Im Jahre 1983, als wir in die Straße "Wohlers Eichen" zogen, war ich 9 Jahre alt. Die Pennigbütteler Straße - eine Querstraße zu "Wohlers Eichen" - war noch gar nicht komplett ausgebaut. Die Bewohner der Gegend stammten meist aus der sogenannten "Mittelschicht". Der Zusammenhalt der dortigen Mieter war groß. Man war hilfsbereit und tauschte sich untereinander aus. Viele Kinder und Jugendliche nahmen die sportlichen Freizeitangebote der damaligen Sportgemeinschaft Oslebshausen (SGO) - heute Sportverein Grambke-Oslebshausen (SVGO) - an. Die Kriminalität war zu dieser Zeit relativ gering.

 

Durch die Schließung vieler Betriebe im Umland und die daraus entstehende Arbeitslosigkeit veränderte sich auch das Bild der Straße "Wohlers Eichen".

Die Mittelschicht brach langsam weg. Die Mietkosten waren plötzlich zu hoch (Arbeitslosigkeit). Viele der damaligen Bewohner mussten sich eine neue Bleibe suchen. Ohne es großartig lenken zu können, wuchs die Kriminalität. Der Ausländeranteil erhöhte sich, und das Gefühl der Zusammengehörigkeit aus früheren Zeiten zerfiel. Wohlers Eichen "verkam" zum sozialen Brennpunkt.

 

Erst durch Projekte der WiN-Foren und der GAGFAH Group Wohnungsbaugesellschaft entspannt sich die Situation langsam.

 

Seit 2016 gehört das Gebäude der Vonovia. Ab Mitte 2017 wird die Wohnanlage von außen und von Innen (außer innerhalb der Wohnungen) modernisiert und saniert. 

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